Wir kämpfen weiterhin für einen Oberschulstandort in Kaulsdorf-Mahlsdorf

Die Aufgabe des Oberschulstandortes Elsengrund beschäftigt viele Hundert Eltern in Kaulsdorf und Mahlsdorf. Dies zeigen auch die fast 800 gesammelten Unterschriften für den Erhalt des Oberschulstandortes, die auf Initiative der Elternvertreter der Kiekemal-Grundschule, der Mahlsdorfer Grundschule und mir zusammengetragen wurden. 

Zwei Drittel der Kinder in Kaulsdorf – Mahlsdorf bekommen nach der Grundschule  eine gymnasiale Empfehlung und die Eltern wünschen sich zurecht kurze Schulwege für ihre Kinder. Das bestätigte sich auf der Informationsveranstaltung, die am Dienstag auf meine Einladung in der Kiekemal-Grundschule stattfand und bei den Bürger/innen auf gute Resonanz stieß.

In einer durch Sachlichkeit geprägten Diskussion bestätigte Bezirkstadtrat  für Schule, Sport und Finanzen Stefan Komoß  die Anzahl von über 700 Kindern, die aus Kaulsdorf-Mahlsdorf  täglich den weiten Weg zur Oberschule nach Treptow/Köpenick auf sich nehmen müssen. Bislang hielt er die Zahl nach seinen Angaben für übertrieben, doch nun wurde durch seine Verwaltung bestätigt, dass aus jedem Oberschuljahrgang 130 Schüler den Weg in den südlichen Nachbarbezirk aufnehmen müssen. Unberücksichtigt ist dabei die Zahl der Kinder, die nach Lichtenberg oder noch weiter weg auf die Oberschule gehen.

Trotzdem sah Herr Komoß  die Notwendigkeit eines Oberschulstandortes in Kaulsdorf-Mahlsdorf nicht, weil der Bezirk über ausreichend Plätze an den Gymnasien in den Plattenbaugebieten verfüge, zudem würde ihm die Möglichkeit fehlen, einen zu schaffen. Denn Berlin hat gemessen an den Schülern genügend Oberschulstandorte, so dass ein Neubau in Kaulsdorf-Mahlsdorf nicht möglich sei.

Abhilfe soll in Kaulsdorf-Mahlsdorf, nach der Aussage des Schulstadtrates Stefan Komoß, die Erweiterung des Otto-Nagel-Gymnasiums in Biesdorf-Nord bringen. Weiterhin  wird überlegt, ob auch die Klingenberg-Sekundarschule in Biesdorf-Süd vergrößert werden soll.

Beides sind positive Signale aber keine  ausreichenden Argumente für die Bürger und für mich.  In Mahlsdorf und Kaulsdorf leben 45.000 Menschen. Die beiden Ortsteile sind zusammen so groß wie viele kleine Städte in Deutschland. Und jede kleine Stadt hat mindestens eine Oberschule.

Eine letzte Möglichkeit für eine Oberschule in Mahlsdorf und Kaulsdorf  ist eine Schule in freier Trägerschaft. Dafür signalisierte Stadtrat Komoß Unterstützung. Gemeinsam mit den Elternvertretern habe ich in diese Richtung schon Gespräche geführt.

Meine Fraktion und ich wollen zudem den Standort Elsenstraße für eine Oberschule planungsrechtlich sichern. Dafür hat der Jugendhilfeausschuss und der Bildungsausschuss des Bezirkes bereits mit knapper Mehrheit zugestimmt. Es lohnt sich also weiterhin für einen Oberschulstandort in Mahlsdorf zu kämpfen.