Neuausweisung des Wasserschutzgebiets Kaulsdorf

Der Senat plant die Neuausweisung des Wasserschutzgebiets für die Wasserwerke Wuhlheide und Kaulsdorf. Entscheidend für Kaulsdorf wird der künftige Zuschnitt der Wasserschutzzonen.

Die Trinkwasserversorgung Berlins wird vollständig aus dem Grundwasser gespeist. Die Berliner Wasserbetriebe betreiben hierfür heute noch neun Wasserwerke (von ehemals 16 in den 1990er Jahren). Diese Brunnen liegen in Wasserschutzgebieten.

Kaulsdorf ist eines davon. Der Senat plant nun, das Wasserschutzgebiet neu auszuweisen, da sich Förder- und Entnahmemengen in den letzten Jahren stark geändert haben. Dies umfasst vor allem den Zuschnitt des Wasserschutzgebietes sowie die darin enthaltenen Wasserschutzzonen.

Grundlage für eine Neuausweisung ist der Abschluss eines Bewilligungsverfahrens. Darin wird geprüft, ob veränderte Rahmenbedingungen vorliegen, auf welche durch eine neue Verordnung reagiert werden muss. Derzeit läuft das Bewilligungsverfahren. Mit dem Abschluss des Verfahrens ist Ende des Jahres zu rechnen. Daran wird sich die Neuausweisung anschließen. Die derzeitige Verordnung stammt aus dem Jahr 1999.

Bei einer Neuausweisung werden die derzeitigen Förder-, Entnahme- sowie die Versickerungsmengen gutachterlich erfasst und entsprechende Strömungsmodelle erstellt. Die Ergebnisse werden öffentlich ausgelegt und geben Auskunft über die Grundwassermengen sowie Strömungsrichtungen. Daran werden sich die Neuausweises des Wasserschutzgebietes sowie der Zuschnitt der Wasserschutzzonen orientieren.

Ich werde Sie regelmäßig über den aktuellen Stand informieren und freue mich darauf, diesen Prozess gemeinsam mit Ihnen konstruktiv zu begleiten.

Kleine Anfrage des Abgeordneten Herrmann zum Wasserschutzgebiet der Wasserwerke Kaulsdorf und Wuhlheide