Tangentiale Verbindung Ost wird gebaut

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verkündete am 19.02.2013, dass der Bau der TVO 2016 beginnen wird. Die Entlastung vom Durchgangsverkehr durch Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf ist damit beschlossen.

SPD und CDU haben sich im Koalitionsvertrag klar zum vierspurigen Bau der Tangentialen Verbindung Ost bekannt. Die Trassenführung war allerdings zwischen den Bezirken und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung strittig. Die beteiligten Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick sprachen sich für eine Trassenführung aus, die im nördlichen Teil der TVO zunächst westlich des Bahndamms verläuft. Die Vorzugsvariante der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verläuft komplett östlich des Bahndamms.

Die Senatsverwaltung hat als zuständige Verwaltung nun entschieden, die TVO gemäß der Vorzugsvariante auf der östlichen Seite zu realisieren und die notwendigen Mittel für den Haushalt 2014/15 anzumelden.

Die TVO wird den Nord-Süd-Verkehr, der mit der Inbetriebnahme des Flughafens BER noch zunehmen wird, bündeln und Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf vom Durchgangsverkehr entlasten.

Aufgrund der gesamtstädtischen Bedeutung des Vorhabens liegt die Planungshoheit bei der Senatsverwaltung. Die Bezirke und die Anwohnerinnen und Anwohner werden allerdings im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens beteiligt.

Nun steht noch die Beschlussfassung des Abgeordnetenhauses zum Haushalt 2014/15 aus. Sofern die Haushaltsmittel bewilligt werden, wird in diesem Jahr die Vorbereitung für das Planfeststellungsverfahren beginnen. Das eigentliche Verfahren dauert voraussichtlich zwei Jahre, so dass ein Baubeginn 2016 möglich ist.

Mit dieser positiven Entscheidung geht für mich allerdings auch die Verantwortung einher, bereits in der Vorbereitungsphase mit den Anwohnerinnen und Anwohnern gemeinsam die Fragen der Anbindungen der TVO und des bestmöglichen Lärmschutzes zu erörtern.

              

Quelle: Rundfunk Berlin Brandenburg