Grundschulplätze in Kaulsdorf und Mahlsdorf erweitern

Die Ortsteile Mahlsdorf und Kaulsdorf erfreuen sich weiterhin hoher Beliebtheit. Wie in den letzten Jahren nimmt die Verdichtung zu. Viele junge Familien haben hier ihr Zuhause gefunden. Diese sehr erfreuliche Entwicklung bringt aber neue Aufgaben und Herausforderungen auch vor allem im Schul- und Infrastrukturbereich mit sich. Nicht nur der Bedarf an Kita-Plätzen für unsere Kleinsten wächst stetig an, sondern auch der steigende Bedarf an Grundschulplätzen muss zeitnah gedeckt werden. Es ist nicht akzeptabel, dass unsere Kinder vor überfüllten Unterrichtsräumen stehen, ihr Mittagessen über 3 Stunden verteilt in viel zu kleinen Mensen und von dafür nicht ausgestatteten Küchen erhalten und der Sportunterricht in der nullten Stunde früh um 7.00 in Gymnastikräumen und nicht ordnungsgemäßen Turnhallen durchführen müssen. Der Bezirk und der Senat müssen zur Lösung dieser Probleme an einem Strang ziehen und Möglichkeiten für Schulneubauten- und Erweiterungen von Schulvorhalteflächen im Kiez voranbringen. Als Wahlkreisabgeordneter unterstütze ich den Hilferuf vieler Eltern und setze mich gemeinsam mit Ihnen seit längerem für die Schaffung weiterer Schulplätze ein. Nachfolgend möchte ich Ihnen gern die aktuelle Situation je nach Stadtteil kurz zusammenfassend darstellen. Bitte bringen Sie auch Ihre Meinung vielfach zum Ausdruck. Nur eine breite Diskussion bringt zum Ausdruck, wie wichtig es uns mit dieser Sache ist.


Zusammenfassung des Blogs:

  1. Ausgangssituation
  2. Wie stellt sich die aktuelle Situation an unseren Grundschulen dar?
  3. Wie geht es weiter und welche Ziele hat die CDU im Bezirk?
  4. Drucksachen und Links zum Nachlesen

 1. Ausgangssituation

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler im Bezirk Marzahn-Hellersdorf steigt von 12587 im Schuljahr 2015/2016 auf 15700 zum Schuljahr 2024 / 2025 und damit erhöht sich der Bedarf an Schulplätzen um nahezu 25%. Diese Zahlen beruhen auf dem Datenbestand des Amtes für Statistik aus den vergangenen Jahren. Für Februar wurde eine Aktualisierung des Datenbestands angekündigt. Dazu habe ich entsprechende Schriftliche Anfragen gestellt, deren Beantwortung ich im Laufe des Monats März erwarte. Daher sind alle Zahlen immer noch unter dem Vorbehalt weiterer Aktualisierungen zu betrachten.

Für die Region Mahlsdorf und Kaulsdorf wird entsprechend der Bevölkerungsprognose bis 2024/2025 ein Fehlbedarf von 6,0 Zügen im Grundschulbereich prognostiziert. In allen Mahlsdorfer und Kaulsdorfer Grundschulen sind die Kapazitäten voll ausgeschöpft und zum Teil bereits überstrapaziert, so dass eine Entlastung schnellstmöglich geschaffen werden muss. Das Schulamt und die Senatsverwaltung sind hier in der Pflicht und es müssen Lösungen nicht nur für das Schuljahr 2017/2018, sondern vielmehr langfristig für die nächsten Jahre gefunden werden. Mit dem Bau einer neuen Oberschule in unserem Kiez für das Schuljahr 2019/2020 wurde ein erster wichtiger Grundstein gelegt. Nun muss mit neuen Grundschulstandorten und Ergänzungsbauten im Kiez der aktuellen Situation weiterhin Rechnung getragen werden. Für eine gute Schulpolitik müssen weitere Tatsachen geschaffen werden. Dafür setze ich mich ein!


2. Wie stellt sich die aktuelle Situation an unseren Grundschulen dar?

Hier finden Sie eine Auflistung je nach Planungsraum:

Mahlsdorf-Nord

Im Planungsraum Mahlsdorf-Nord stehen auf Grundlage des Planungsrichtwerts (24 Schülerinnen und Schüler je Klasse) 360 Grundschulplätze in Schulen in bezirklicher Trägerschaft zur Verfügung. (siehe Antwort des Senats Drucksache 18/10321). Entsprechend der gleichen Anfrage leben in Mahlsdorf-Nord in den Altersjahrgängen (6 – 11 Jahre, also im Grundschulalter) 499 Kinder. Wobei zu beachten ist, dass die Einschulungsbereiche nicht immer mit den Planungsräumen des Amtes für Statistik übereinstimmen; wie hier auch. Dies ist auch sinnvoll, da bspw. auch sichere und sinnvolle Schulwege mit zu berücksichtigen sind.

-> Die Mahlsdorfer Grundschule – Feldrain 47, 12623 Berlin

MahlsdorferGrundschuleIm Planungsraum befindet sich die im Jahre 1935 bebaute Mahlsdorfer Grundschule. Laut Schulamtsprognose des Bezirkes für die Jahre 2013-2017 ist die Schule mit einer 2,5 Zügigkeit (Kapazität) und im Durchschnitt mit 26 Kindern pro Klasse voll ausgelastet. Die Begrenzung des Einzugsbereiches stellt sich wie folgt dar:

westlich          Hönower Str/ Mahlsdorfer Str.
nördlich          Greifswalder Str.
östlich             Greifswalder Str. / Brandenburg
südlich            S-Bahnstrecke

Aktuelle Bebauungen für zwei neue Turnhallen finden derzeitig statt. Die beiden Sporthallen sollen zum neuen Schuljahr 2017/2018 fertig sein. Insgesamt werden für die Maßnahmen 4,5 Mio. Euro ausgegeben, von denen 250.000 Euro für den Abriss und 4.250.000 Euro für den Neubau verwendet werden. Ebenfalls ist für das Jahr 2017/2018 eine Sanierung der Sportanlage und des Pausenhofes in Höhe von 780.000 Euro vorgesehen.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat am 08.03.2017 für die Berliner Schulen auf Grundlage der Statuserhebung durch die Bezirke einen Sanierungsbedarf zum Erhalt von Schulraumkapazitäten veröffentlicht. Demnach ergibt sich für die Mahlsdorfer Grundschule ein aktueller Sanierungsstau von 3.970.000,00 €.

-> Schulvorhaltefläche an der Landsberger Straße

Am 10. März 2017 habe ich eine Anfrage zum Vorhaltestandort, der im Bebauungsplan XXIII-15b-I festgesetzt ist, einer Grundschule an der Landsberger Straße in das Abgeordnetenhaus eingebracht. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat mir am 23.03.2017 dazu geantwortet:

„Für den genannten Standort gibt es derzeitig keine aktuellen Planungen des Bezirksamtes hinsichtlich eines Schulneubaus. Da es sich um einen Vorhaltestandort und nicht um ein Investionsvorhaben handelt, können weder eine Investionstionssumme noch ein Baubeginn oder eine Eröffnung einer zukünftigen Schule genannt werden.“

Meine Schriftliche Anfrage können Sie hier einsehen.

 

Alt-Mahlsdorf

Im Planungsraum Alt-Mahlsdorf stehen auf Grundlage des Planungsrichtwerts (24 Schülerinnen und Schüler je Klasse) 288 Grundschulplätze in Schulen in bezirklicher Trägerschaft zur Verfügung. (siehe Antwort des Senats Drucksache 18/10323). Laut der gleichen Anfrage leben in Alt-Mahlsdorf  in den Altersjahrgängen (6 – 11 Jahre also im Grundschulalter) 176 Kinder. Zum Einzugsbereich der dortigen Schule gehören jedoch auch Teile des Planungsraums Mahlsdorf-Nord, der wie oben beschrieben mehr Kinder im Grundschulalter hat, als Schulplätze an der Mahlsdorfer Grundschule.

-> Die Friedrich-Schiller-Grundschule – An der Schule 13-17, 12623 Berlin

FriedrichSchillerGSIm Planungsraum befindet sich die im Jahre 1905 bebaute Friedrich-Schiller-Grundschule. Laut Schulamtsprognose des Bezirkes für die Jahre 2013-2017 ist die Schule mit einer Aufnahmekapazität von knapp 2 Zügen und im Durchschnitt mit 26 Kindern pro Klasse gut ausgelastet. Die Begrenzung des Einzugsbereiches stellt sich wie folgt dar:

westlich          Kaulsdorf
nördlich          Sudermannstraße
östlich             Brandenburg
südlich            B1/B5

Der Schulstandort ist denkmalgeschützt und die Aula sowie der Dachstuhl wurden im Jahr 2013 und 2014 grundhaft saniert. Ebenfalls wurde im Abgeordnetenhaus aus dem Programm Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWA I) beschlossen, dass die Friedrich-Schiller-Grundschule für 1.400.000 € eine Grundsanierung der Sporthalle erhält. Die Fertigstellung der Maßnahme ist voraussichtlich für das Jahr 2018 geplant.

Ebenfalls wird in diesem Planungsraum unsere mit 31 Mio. €  finanzierte Oberschule für Mahlsdorf zum Schuljahr 2019/2020 entstehen. Alle weiteren Informationen dazu finden Sie hier.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat am 08.03.2017 für die Berliner Schulen auf Grundlage der Statuserhebung durch die Bezirke einen Sanierungsbedarf zum Erhalt von Schulraumkapazitäten veröffentlicht. Demnach ergibt sich für die Friedrich-Schiller-Grundschule ein aktueller Sanierungsstau von 3.690.000,00 €.

Mahlsdorf-Süd

Im Planungsraum Mahlsdorf-Süd stehen auf Grundlage des Planungsrichtwerts (24 Schülerinnen und Schüler je Klasse) 360 Grundschulplätze in Schulen in bezirklicher Trägerschaft zur Verfügung. (siehe Antwort des Senats Drucksache 18/10322). Zudem befinden sich in Mahlsdorf-Süd noch die Freie Schule am Elsengrund sowie die private Best-Sabel-Grundschule.

Entsprechend der gleichen Anfrage leben in Mahlsdorf-Süd in den Altersjahrgängen (6 – 11 Jahre also im Grundschulalter) 788 Kinder. Wobei nochmal zu beachten ist, dass der Einzugsbereich der Grundschulen ein anderer ist, als der Planungsraum.

-> Die Kiekemal-Grundschule – Hultschiner Damm 219, 12623 Berlin

KiekemalGSIm Planungsraum befindet sich die im Jahre 2000 erbaute Kiekemal-Grundschule. Laut Schulamtsprognose des Bezirkes für die Jahre 2013-2017 ist die Schule mit einer Aufnahmekapazität von 3 Zügen stark ausgelastet. Die damalige Bauplanung sah eine 2,4 Zügigkeit vor. Aktuell (Stand Februar 2017) lernen pro Klasse ca. 28 Kinder. Aufgrund der aktuellen Notsituation, stellte der neue zuständige Bezirksstadtrat für Schule, Gordon Lemm (SPD), in einem ersten Gespräch mit der Schulleitung und Elternvertreter am 09.02.2017 dar, dass im kommenden Schuljahr 2017/2018  4-zügig eingeschult werden muss.

Als größte Ursache für die zurzeit angespannte Situation an der Schule wurde die hohe Zahl der Schulrücksteller durch das seit letztem Jahr veränderte Einschulungsalter begründet. Nach Aussage der Schulleitung ist diese Aussage so nicht haltbar, da durch die Veränderung des Einschulungsalters nur Kinder aus 9 Monaten zur Einschulung kommen, statt sonst 12. Allein dieser Sachverhalt zeigt, wie angespannt die Lage ist. Durch eine Erhöhung der Schülerzahlen wird es schwierig werden, beispielsweise eine kindgerecht organisierte Essenversorgung, einen intensiv genutzten Tanz- und Bewegungsraum (Musik AG) sowie eine gute Hortbetreuung beizubehalten. Die Schulkonferenz hat sich bereits gegen eine weitere Erhöhung der Schülerzahlen ausgesprochen.

Ich hoffe, dass hier zum Wohle der Kinder die Sorgen der Eltern, Lehrer und Schulleitung ernst genommen werden und nach Möglichkeiten zur Hilfe gesucht wird. Eine zügige Entlastung wäre aus Sicht vieler Eltern, der Schulleitung als auch von mir ein zeitnaher Bau eines Modularen Ergänzungsbaus (MEB) auf dem nahegelegenen Lehnitzplatz.

Die vom Bezirksamt angestrebte Reaktivierung des Schulstandortes Elsenstraße zum Jahre 2022 ist auch richtig und bewirkt auch eine Entlastung der Schülerzahlen, allerdings viel zu spät und sollte deshalb vielmehr als notwendige langfristige Lösung gedacht sein zusätzlich zu den erwähnten kurzfristigen Möglichkeiten der Entlastung.

Die Begrenzung des Einzugsbereiches stellt sich wie folgt dar:

westlich          Kaulsdorfer Seen
nördlich          B1/B5
östlich             Brandenburg
südlich            Erich-Baron-Weg / Roedernstraße

Aktuelle Bautätigkeiten sind von Seiten des Bezirksamtes nicht geplant.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat am 08.03.2017 für die Berliner Schulen auf Grundlage der Statuserhebung durch die Bezirke einen Sanierungsbedarf zum Erhalt von Schulraumkapazitäten veröffentlicht. Demnach ergibt sich für die Friedrich-Schiller-Grundschule ein aktueller Sanierungsstau von 330.000,00 €.

-> Reaktivierung und Sanierung Schulstandort Elsenstraße – 12623 Berlin

Elsenstraße

Zur Entlastung des Planungsraums möchte der Bezirk den ehemaligen Schulstandort (Elsengrund Gymnasium), der im Jahre 2008/2009 aufgegeben wurde, reaktivieren.

Das Grundstück ist seit 2008/2009 nicht mehr im Bezirksvermögen. Nach einer Prüfung, unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (die noch nicht vorliegt), soll die Rückholung des Standortes in das Fachvermögen des Schul- und Sportamtes erfolgen. Nach Schätzung des Bezirksamtes gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sollen sich die Gesamtkosten der Maßnahme (Sanierung des Schulgebäudes, der Turnhalle und die Herrichtung der Außenanlage) auf ca. 20 Mio. Euro belaufen.

Die Sanierung soll im Jahre 2021 mit 2,5 Mio. Euro beginnen und die Fertigstellung ist für das Schuljahr 2022/23 geplant. Für das Jahr 2017 plant der Bezirk 280.000 Euro in die Sanierung der Sporthalle Elsenstraße 7 zu investieren. Mit der Summe sollen Dach und Fenster erneuert werden.

Aufgrund der starken Baumängel und Beschädigungen innerhalb und außerhalb des Bestandsgebäudes halte ich eine Sanierung des alten Schulgebäudes für nicht sinnvoll und aus meiner Sicht dauert dies viel zu lang. Ein Neubau auf der Schulvorhaltefläche Elsenstraße wäre aus meiner Sicht viel wirtschaftlicher. Ich bin gespannt auf die kommenden Untersuchungen und Berichte zu diesem wichtigen Thema. Ich halte Sie dazu in meinem Blog auf dem Laufenden.

 

Alt-Kaulsdorf

Im Planungsraum Alt-Kaulsdorf stehen auf Grundlage des Planungsrichtwerts (24 Schülerinnen und Schüler je Klasse) 288 Grundschulplätze in Schulen in bezirklicher Trägerschaft zur Verfügung. (siehe Antwort des Senats Drucksache 18/10319)

Laut des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zum Stand 20.06.2016 leben in Alt-Kaulsdorf  in den Altersjahrgängen (6 – 11 Jahre also im Grundschulalter) 160 Kinder. Wobei auch hier zu berücksichtigen ist, dass Einschulungsbereich und Planungsraum nicht identisch sind.

-> Die Franz-Carl-Achard-Grundschule – Adolfstraße 25, 12621 Berlin

Im Planungsraum Alt-Kaulsdorf befindet sich die im Jahre 1911 bebaute Grundschule. Das Gebäude wird weiter in den nächsten Jahren grundhaft saniert. Auch eine neue Turnhalle in der Waplitzer Str. ist in Planung. Laut Schulamtsprognose des Bezirkes für die Jahre 2013-2017 ist die Schule mit einer Aufnahmekapazität von knapp 2,5 Zügen ausgelastet. Die Begrenzung des Einzugsbereiches stellt sich wie folgt dar:

westlich          Biesdorf
nördlich          Giesestr.
östlich             Mahlsdorf
südlich            B1/B5

 

Alle weiteren Informationen zur Sanierung, Erweiterung und weiteren Plänen an der Schule können Sie in meinem Blog vom 21. Februar 2017 nachlesen.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat am 08.03.2017 für die Berliner Schulen auf Grundlage der Statuserhebung durch die Bezirke einen Sanierungsbedarf zum Erhalt von Schulraumkapazitäten veröffentlicht. Demnach ergibt sich für die Friedrich-Schiller-Grundschule ein aktueller Sanierungsstau von 1.370.000,00 €.

Kaulsdorf-Süd

Im Planungsraum Kaulsdorf-Süd stehen auf Grundlage des Planungsrichtwerts (24 Schülerinnen und Schüler je Klasse) 432 Grundschulplätze in Schulen in bezirklicher Trägerschaft zur Verfügung. (siehe Antwort des Senats Drucksache 18/10320)

Entsprechend der gleichen Anfrage leben in Kaulsdorf-Süd in den Altersjahrgängen (6 – 11 Jahre also im Grundschulalter) 401 Kinder. Wobei auch hier zu berücksichtigen ist, dass einige Bereiche aus Mahlsdorf-Süd zum Einzugsbereich der Schule in Kaulsdorf-Süd gehören.

-> Die Ulmen-Grundschule – Ulmenstraße 79-85, 12621 Berlin

Im Planungsraum Kaulsdorf-Süd befindet sich die im Jahre 1927 bebaute Grundschule. An dieser Schule konnte ich damals ohne Sorgen meine Schulzeit verbringen.

Heutzutage ist die Schulsituation leider für die Schulkinder und Lehrer eine ganz andere. Laut Schulamtsprognose des Bezirkes für die Jahre 2013-2017 ist die Schule mit einer Aufnahmekapazität von 3 Zügen ausgelastet.

 

Da auch hier die Schülerzahlen in Kaulsdorf stark angestiegen sind, fährt die Schule ebenfalls eine höhere Kapazität. Bereits im letzten Schuljahr wurden vier neue erste Klassen eingeschult.

Eine Lösung ist der Bau einer Filiale (MEB) auf dem Lehnitzplatz für die Kiekemal-Grundschule. Damit ließen sich Einzugsbereiche verändern und die Kapazität reduzieren. Insbesondere Kinder östlich des Hultschiner Damms hätten zum Lehnitzplatz viel kürzere Schulwege.

Zudem braucht die Schule eine neue Turnhalle. Dafür könnte das landeseigene Grundstück an der Bergedorfer Straße / Waldstraße genutzt werden. Dort stehen momentan alte Gärtnereihallen. Der Bebauungsplan für dieses Grundstück sieht zwar Wohnbebauung vor. Dies kann aber durch das Bezirksamt und die BVV problemlos geändert werden.

Durch die neue Turnhalle könnte dann die bisherige viel zu kleine Turnhalle als Aula und Essensraum genutzt werden. Denn der jetzige Essensraum für die Schülerzahl ist viel zu klein. Essensausgaben bis um 13.30 Uhr sind weder für Kinder haltbar noch für die Qualität des bereits am Vormittag gelieferten Essens.

Die Begrenzung des Einzugsbereiches stellt sich wie folgt dar:

westlich          Biesdorf
nördlich          Bundesstraße B1/B5
östlich             Brandenburg
südlich            Treptow-Köpenick

Im Jahre 2013/2014 war die Turnhalle aus statischen Gründen gesperrt. Mehrere wichtige Sanierungen wurden bis zum Jahre 2016 gut umgesetzt, zum einen die Sanierung der Dächer der Turnhalle und des Schulgebäudes sowie die Sanierung der anliegenden Kita. Weitere Maßnahmen für 2017 sind erst einmal im Finanzhaushalt des Bezirkes nicht festgesetzt worden.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat am 08.03.2017 für die Berliner Schulen auf Grundlage der Statuserhebung durch die Bezirke einen Sanierungsbedarf zum Erhalt von Schulraumkapazitäten veröffentlicht. Demnach ergibt sich für die Friedrich-Schiller-Grundschule ein aktueller Sanierungsstau von 4.350.000,00 €.


3. Wie geht es weiter und welche Ziele hat die CDU im Bezirk?

Wie wir alle wissen sind die Schulentwicklungszahlen seit Jahren nicht korrekt, da der Bezirk sich stets auf die Zahlen des Senats verlassen hat, anstelle die eigenen Erhebungen und demografischen Entwicklungen heranzuziehen.

Bereitstehende SIWA I – Mittel wurden aufgrund fehlender personeller Ressourcen im Bauamt und weiteren Behörden in Marzahn-Hellersdorf zu weniger als 5 % ausgeschöpft.

Die Schulqualität und der Schulalltag für unsere Grundschüler dürfen nicht darunter leiden. Aufgrund dessen muss die Grundschulsituation zügig geprüft und nach Lösungen für die kommenden Jahre, nicht nur für das Jahr 2017/2018 gesucht werden.

Ich wünsche mir, dass der Senat und auch der Bezirk aus den letzten Jahren bezüglich der Sanierungslücke an unseren Turnhallen und Schulen etwas gelernt hat und bei diesem wichtigen Thema gemeinsam mit allen Eltern und Lehrern zielorientiert arbeitet.

In Abstimmung mit Bezirksstadtrat Gordon Lemm führen wir seit Anfang Februar 2017  intensive Gespräche zur Grundschulsituation in Mahlsdorf und Kaulsdorf. In einem ersten Arbeitsgespräch mit den zuständigen Schulleitern und Elternsprechern unser Grundschulen, konnten wir Anfang Februar erste Schritte zur Problematik besprechen.

Neben einen konkreten Zeit- und Maßnahmenplan des bezirklichen Schulamtes bzw. der Senatsverwaltung für Bildung, liegen der CDU und mir folgende weitere Ziele, Möglichkeiten und Lösungsansätze sehr am Herzen (Stand März 2017):

  1. Die Kiekemal-Grundschule erhält einen Ergänzungsbau (MEB), z. B. am Standort Lehnitzplatz oder in unmittelbarer Nähe. Die Bestellung eines MEB muss über die Senatsfinanzverwaltung erfolgen. MEB sind mit einer Bauzeit von 14 Monaten gut realisierbar.
  1. Die Ulmen-Grundschule erhält einen Neubau einer Turnhalle auf dem Grundstück Bergedorfer Str. / Waldstraße.
  1. Die bereitstehenden SIWA I-Mittel der Senatsverwaltung für unseren Bezirk Marzahn-Hellersdorf müssen schnell vollständig ausgeschöpft und verbaut werden.
  1. Die Grundschule auf dem Grundstück des ehemaligen Elsengrund Gymnasium muss zeitnah gebaut werden und nicht erst im Jahre 2021 starten.
  1. Wir wollen ab dem übernächsten Einschulungsjahrgang keine 4-Zügigkeit an unseren Grundschulen mehr zulassen.
  1. Horträume dürfen nicht zu Schul- und Unterrichtsräume umfunktioniert werden. Funktionsräume, die für den Schulalltag und die Unterrichtsqualität von enormer Bedeutung sind müssen erhalten bleiben.
  1. Eine gute und leistungsstarke Essensversorgung für unsere Grundschulen, aber bitte nicht mit überfüllten Klassenstärken und auch nicht verteilt auf 3 Stunden!
  1. Keine Einrichtung eines Fahrdienstes und Ausweichen des Schulunterrichts in die Grundschulen nach Marzahn-Nord.
  1. Saubere Sanitäreinrichtungen für Schüler und Lehrer gewährleisten.

 

Am 02.03.2017 fand das zweite Treffen mit Bezirksstadtrat Lemm, den Schulleitungen aller Mahlsdorfer und Kaulsdorfer Grundschulen und vielen Elternvertretern in der Sporthalle der Ulmen-Grundschule statt, zudem weitere 300 Mahlsdorfer und Kaulsdorfer Eltern erschienen sind. Daran sieht man, dass Ihnen die aktuelle Schulpolitik und die Zukunft für Ihre Kinder aber auch für die Schulstandorte sehr wichtig sind. Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihr Engagement!

Ein zusammengefasstes Ergebnisprotokoll von Katharina Günther-Wünsch aus der letzten Veranstaltung können Sie hier einsehen.

Die dritte Gesprächsrunde findet am 29. Mai 2017 um 18:00 Uhr in der Kiekemal-Grundschule statt. Im Vorfeld der Veranstaltung lädt die Elterninitiative zur Schaffung von Schulplätzen im Siedlungsgebiet alle Mahlsdorfer, Kaulsdorfer und Biesdorfer zu einem Protestmarsch ein. Beginn ist von zwei Startpunkten am Hultschiner Damm um 17:30 Uhr. Hier geht es zur Übersichtskarte.

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema, dann stehe ich Ihnen sowie Katharina Günther-Wünsch als Bezirksverordnete für Mahlsdorf und Kaulsdorf gern zur Verfügung. Rufen Sie doch im Bürgerbüro unter Tel. 030 566 97 450 an oder schreiben mir eine Mail an post@marioczaja.de .

Unsere bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Bezirksparlament, Frau Günther-Wünsch, können Sie für weitere Fragen unter der Mailadresse guenther-wuensch@cdufraktionwuhletal.de  erreichen.


4. Drucksachen und Links zum Nachlesen

– Weitere Informationen u. a. zu anstehenden Grundschulsanierungen können Sie auf meiner Homepage unter Position „Sanierungen an Kaulsdorfs und Mahlsdorfer Grundschulen  nachlesen.

Schriftliche Anfrage zur Entwicklung der Schul- und Kitaplätze im wachsenden Planungsraum Mahlsdorf-Nord

Schriftliche Anfrage zur Entwicklung der Schul- und Kitaplätze im wachsenden Planungsraum Alt-Kaulsdorf

Schriftliche Anfrage zur Entwicklung der Schul- und Kitaplätze im wachsenden Planungsraum Alt-Mahlsdorf

Schriftliche Anfrage zur Entwicklung der Schul- und Kitaplätze im wachsenden Planungsraum Kaulsdorf-Süd

Schriftliche Anfrage zur Entwicklung der Schul- und Kitaplätze im wachsenden Planungsraum Mahlsdorf-Süd

Große Anfrage von Katharina Günther-Wünsch (Bezirksverordnete der CDU-Fraktion) zum Schulentwicklungsplan des Bezirksamtes für 2017 – 2021

Auschnitt aus dem Schulentwicklungsplan 2013 – 2017 des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf – Grundschulen in Kaulsdorf und Mahlsdorf (Wichtiger Hinweis dazu: Der neue Schulentwicklungsplan erscheint laut Aussage von Herrn Lemm im Sommer 2017)

– Statuserhebung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zum Sanierungsbedarf der Schulen in bezirklicher Trägerschaft Marzahn-Hellersdorf (März 2017)