***Aktualisiert am 14.02.2017***

„Mahlsdorf und Kaulsdorf wachsen schneller, als geplant. Dies ist gut. Aber die Oberschule muss deshalb noch schneller gebaut werden.“Mario Czaja

Der letzte Oberschulstandort in Mahlsdorf und Kaulsdorf wurde mit der Oberschule am Elsengrund mit Ende des Schuljahres 2008/2009 vom Bezirk aufgegeben. Spätestens nach der sechsten Klasse müssen die Schülerinnen und Schüler aus Kaulsdorf und Mahlsdorf deshalb weite Wege in Kauf nehmen; entweder nach Hellersdorf oder Marzahn oder sogar in andere Bezirke wie Treptow-Köpenick. Weite Schulwege mit langen Fahrtzeiten sind die Folge.

Der damalige Berliner Senat aus SPD und Linke signalisierte allerdings noch, dass die Bedarfe in den bestehenden Schulen gedeckt werden können und sah grundsätzlich keinen Neubau von Oberschulen vor.

Die wachsenden Anmeldezahlen an Mahlsdorfer und Kaulsdorfer Grundschulen sowie die mir gegenüber geäußerten Anfragen von Eltern sprechen allerdings eine andere Sprache: Der Bedarf für einen wohnortnahen Oberschulstandort in Kaulsdorf und Mahlsdorf besteht bereits heute und wird weiter ansteigen.

Hintergrund

Durch die erfolgreiche Unterschriftensammlung zum Erhalt des Oberschulstandortes Kaulsdorf-Mahlsdorf, die ich im Jahr 2011 gemeinsam mit den Elternvertretern der Kiekemal-Grundschule und der Mahlsdorfer Grundschule durchgeführt habe, ist es uns gelungen, einen konstruktiven Druck auf die Verantwortlichen für dieses Anliegen auszuüben. Die Errichtung eines Oberschulstandortes in Kaulsdorf-Mahlsdorf ist daher auch in die Zählgemeinschaftsvereinbarung von SPD und CDU zur Bildung des Bezirksamtes aufgenommen worden.

Im Rahmen der Prüfung des Standortes Elsenstraße hat sich gezeigt, dass das dortige Gebäude für die weitere Nutzung als Schule nicht geeignet ist und sich in einem abrissnotwendigen Zustand befindet. Der Standort selbst soll allerdings aufgrund der steigenden Schülerzahlen weiterhin als Schulstandort vorgehalten werden.

Neben dem Standort Elsenstraße wurde die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe geprüft. Dafür wurden die beiden in Frage kommenden Grundschulen, die Friedrich-Schiller-Schule und die Kiekemal-Schule, um eine Stellungnahme gebeten. Dieses Gemeinschaftsschulkonzept wurde jedoch von den beiden Schulkonferenzen abgelehnt.

Grundstcuk

Gemeinsam mit dem damaligen Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Finanzen und Personal, Stefan Komoß, haben wir uns daher für eine Aktivierung der bereits vorhandenen Schulvorhaltefläche in der Straße “An der Schule” in unmittelbarer Nähe zur Friedrich-Schiller-Grundschule eingesetzt.

Dieses Grundstück ist besser geeignet als das der Elsenstraße, da das Objekt in der Elsenstraße aufgrund von massiven Schäden in Folge eines Wasserrohrbruches nicht mehr nutzbar ist und eine Sanierung damit ausscheidet. Der Standort in der Straße “An der Schule” ist schneller verfügbar und wurde aufgrund des Bedarfes im Kiez in die Schulentwicklungsplanung aufgenommen.

Die Finanzierung ist gesichert

Nach Gesprächen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie mit der Senatsverwaltung für Finanzen ist gelungen, den Senat davon zu überzeugen, die für einen Schulneubau notwendigen Mittel bereitzustellen. Sie wurden in die Investitionsplanung des Bezirks aufgenommen und sind Bestandteil der Finanzplanung des Landes. Für den Schulergänzungsbau mit Sporthalle und Außensportanlage sind Investitionsmittel von rund 31 Mio. € vorgesehen. Für 2016 beträgt die erste Teilsumme 2 Mio. €, um die notwendigen Erschließungsmaßnahmen zu beginnen.

Es geht um die schnellstmögliche Realisierung des Baus

„Für uns ist einzig entscheidend, dass man sofort mit dem Bau beginnt und alle in Frage kommenden rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten ausschöpft, um die Fertigstellung zum Schuljahr 2019/2020 zu erreichen.“Kathrin Ruttloff, Initiatorin der Petition auf change.org

Im Regelfall dauert der Bau einer neuen Schule in Berlin 7-8 Jahre. Da europaweite Ausschreibungen erfolgen, unterschiedliche Gremien beteiligt und bspw. Architektenwettbewerbe durchgeführt werde müssen. Daher haben wir uns auch dafür eingesetzt, dass bereits 2016 ein Modularer Ergänzungsbau (MEB) an diesem Standort errichtet wird. Aufgrund der kurzfristigen Schließung der Franz-Carl-Achard-Schule im Sommer des letzten Jahres wurde der MEB allerdings für diese Schule beantragt, sofern eine Sanierung des Bestandsgebäudes nicht möglich gewesen wäre.

Aufgund des gemeinsamen Engagemnts mit Elternvertretern setzen wir uns für ein neues Verfahren für die Realisierung des Neubaus ein. Durch eine Generalübernehmerschaft soll das Verfahren entbürokratisiert und vor allem beschleunigt werden. Gemeinsam mit Kathrin Ruttloff als Initiatorin einer Petition zur Beschleunigung des Vorhabens, weiteren Elternvertretern und dem zuständigen Schulstadtrat Gordon Lemm befinde ich mich daher in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Wir haben bereits erste positive Signale erhalten. Der Oberschulstandort ist als einziger Schulstandort im Bezirk für das Modellvorhaben zur Beschleunigung des Schulbaus bei der Senatsverwaltung für Bildung angemeldet.

Damit kann eine Realisierung des Neubaus bis zum Schuljahresbeginn 2019/20 erfolgen, so, wie dies auch im Schulentwicklungsplan vorgesehen ist.

Im Januar 2017 habe ich in einer Schriftlichen Anfrage – DS 18/10327 die Senatsverwaltung nach dem aktuellen Planungsstand für den Schnellbau der Oberschule in der Straße „An der Schule“ in Mahlsdorf nachgefragt. Der Senat hat folgende Grundplanung bestätigt:

Baubeginn Mai 2018 /Fertigstellung Schule 08/2019 /Fertigstellung Sporthalle 06/2020 /Fertigstellung Außenanlagen 08/2020
Zu dem Modellvorhaben gibt es eine gute Reportage der Firma Kaufmann Bausysteme GmbH. Diese gibt einen guten Einblick in die Maßnahme:

Erschließung

Unsere Oberschule kommt! Spatenstich & Kinderfest

Der Spatenstich anlässlich der Erschließungsmaßnahmen war am 21. Juli 2016. Die Schule wird vom Süden her von der B1/5 erschlossen. Dafür ist eine öffentliche Straße vorgesehen. Bis diese gebaut wird, kann der Bezirk die bereits gebaute Straße zur Erschließung des Edeka-Marktes sowie der dahinterliegenden Wohnbebauung nutzen. Eine Durchbindung der Straße An der Schule wird es nicht geben. Sie würde als Umgehung für die Kreuzung Hönower Straße Ecke B1/5 genutzt und damit viel Verkehr in das Wohngebiet ziehen.

Hier eine kleine Übersicht zum Standort

 

 

 

Meinen neuesten Blog-Beitrag zu diesem Thema finden Sie hier:

 

Modell der neuen Mahlsdorfer Oberschule in Frankfurt/Main besucht