Unsere Bundespartei hat eine neue Führung

Es ist ein historischer Bundesparteitag, der zur dieser Minute noch in vollem Gange ist: Nach 18 Jahren an der Spitze der CDU Deutschlands ist Angela Merkel gestern als Bundesvorsitzende verabschiedet worden. Erst vor wenigen Tagen kürte sie das US-Magazin „Forbes“ zum achten Mal in Folge zur mächtigsten Frau der Welt. Die Delegierten in Hamburg verbeugten sich vor ihrer Leistung für unsere Partei und für Deutschland – und zollten ihr mit Stehenden Ovationen dankbar Respekt.

In ihrer immer wieder auch emotionalen, rückblickenden wie zugleich nach vorne gerichteten Rede, die wie gewohnt auch Humor nicht vermissen ließ, zeichnete Angela Merkel noch einmal die großen Linien und künftigen Herausforderungen auf, denen sich unsere Volkspartei und Deutschland zur Stunde gegenüber sehen.

An die Bewältigung dieser Herausforderungen macht sich nun unsere neue CDU-Bundesvorsitzende, Annegret Kramp-Karrenbauer, die im zweiten Wahlgang knapp gegen Friedrich Merz gewann. Es war der Abschluss eines leidenschaftlichen und fairen Wahlkampfs in den vergangenen Wochen, der mit „AKK“, Friedrich Merz und Jens Spahn die Breite und die Stärke unserer Volkspartei eindrucksvoll sichtbar machte.

Ich habe im ersten Wahlgang Jens Spahn gewählt, weil ich ihn nicht nur aus jahrelanger Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Pflege und Gesundheit sehr schätze, sondern weil er für mich am stärksten den notwendigen Neuanfang unserer Partei verkörperte.

Nachdem dann eine Stichwahl zwischen „AKK“ und Friedrich Merz notwendig wurde, votierte ich für Friedrich Merz. Seine internationale Kompetenz, seine klare analytische Kompetenz und seine Integrationsfähigkeit in verlorengegangene politische Ränder waren für mich Hauptgrund der Entscheidung. Insofern gehörte ich gestern auch zu den 48,5 Prozent der Delegierten, die über das Votum enttäuscht waren. Nun gilt es aber, wie auch Friedrich Merz deutlich formulierte, mit ganzer Kraft an der Erneuerung der CDU zu arbeiten und das demokratische Ergebnis zu akzeptieren.

Wie spannend und wie bedeutsam unsere Partei ist, bewies das enorme Interesse in Hamburg: Die Messehalle platzte aus allen Nähten. Weit über Tausend Journalisten und internationale Delegationen waren unter den Gästen. Die CDU Deutschlands ist eben eine der wenigen verbliebenen Volksparteien unserer Zeit – vermutlich die einzige in Europa. Auch das ist in Hamburg deutlich geworden. Umso stolzer können wir auf unsere Breite und auf unsere Stärke sein – nicht zuletzt, weil wir gelernt haben, das Verbindende über das Trennende zu stellen.

Mit Annegret Kramp-Karrenbauer steht zum zweiten Mal eine Frau an der Spitze der CDU. Sie hat sich in der Vergangenheit wiederholt durch großen Mut ausgezeichnet und hat als Generalsekretärin den Prozess an unserem neuen Grundsatzprogramm sehr engagiert angestoßen.

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