Moderne Mobilitätsangebote für unseren Kiez

Die Eröffnung unseres neuen Bürgerbüros war nicht nur ein Anlass um zu feiern, sondern auch gleich mit einem Beitrag verknüpft, um über die bessere Mobilität und Anbindung unseres Kiezes zu sprechen. Welche Herausforderungen und Lösungsansätze es hierbei gibt, haben wir mit Rainer Paul von der BVG diskutiert. Als Regionalmanager der BVG ist er zuständig für Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg.

Angebot auf der „letzten Meile“ verbessern

Gleich zu Beginn der Diskussion hob Paul hervor, dass insbesondere das Angebot zur Anbindung auf der „letzten Meile“ verbessert und flexibilisiert werden müsse. Nur so kann es gelingen, ein attraktives Alternativangebot zum Auto zu entwickeln. Paul betonte dabei, dass es darum ginge, die freie Wahl zwischen Verkehrsmitteln zu ermöglichen.

Einseitige Fokussierung auf einzelne Verkehrsteilnehmer nicht zielführend

Es gab auch Kritik an der einseitigen Fokussierung von Infrastrukturmaßnahmen auf bestimmte Verkehrsteilnehmer. Dabei wies er bspw. daraufhin, dass zwar neue Radwege markiert werden, aber in den letzten Jahren keine neuen Busspuren zur Beschleunigung des ÖPNV entstanden sind.

10-Minutentakt ausweiten.

Für den neuen Nahverkehrsplan wurde u.a. vom Bezirk Marzahn-Hellersdorf und grundsätzliche Einführung eines 10-Minutentakts auf ÖPNV-Linien gefordert. Der nun vom Senat verabschiedete Nahverkehrsplan kommt dem in Teilen nach. Paul stellte dabei u.a. Verbesserungen auf der Linie 195 in Aussicht.

BerlKönig gehört an den Stadtrand

Bei neuen Mobilitätsangebote wie dem BerlKönig stellte sich Paul klar hinter die Forderung, Angebote dieser Art insbesondere in den Randbezirken zu erproben. Diese gehörten „nicht in die Innenstadt, sondern in die Fläche“. Zum Ende des Jahres werde darüber entscheiden, wie der Betrieb, der derzeitig auf den inneren S-Bahn-Ring beschränkt ist, erweitert werden könne. Auch dies wurde von uns und dem Bezirk bei der Diskussion zum Nahverkehrsplan gefordert. Gerade diese kleinteilige Form bietet das Potenzial, die Anbindung die an die S- und U-Bahn zu verbessern.

Verkehrslösung Mahlsdorf

Rainer Paul machte deutlich, dass die BVG vor allem das Ziel verfolge, das Angebot durch einen stabilen 10-Minutentakt zu verbessern. Dabei ist die Variante für die BVG zweitrangig. Keine der diskutierten Verkehrsführungen sei ausgeschlossen, wenngleich aus betrieblicher Sicht eine geradlinige Straßenbahnstrecke mit weniger Wartungsaufwand verbunden sei. Wichtig sei allerdings, dass eine Lösung realisiert wird.