Eine Stimme aus Mahlsdorf für den ersten Mann im Staate

Heute hat die CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus ihre Vertreter in der Bundesversammlung am 30. Juni gewählt. Am Donnerstag werden alle Berliner Vertreter im Parlament gewählt. Über die Wahl von Petra Zieger habe ich mich besonders gefreut. Eine Mahlsdorferin wird damit über unseren neuen Bundespräsidenten mitentscheiden

Heute habe ich in der Fraktionssitzung über die Vertreter zur Bundesversammlung abgestimmt. Ich finde es wichtig, dass auch Nicht-Parteipolitiker als Wahlfrauen und –männer benannt wurden. Mit der Verlegerin Friede Springer, der Rockmusikerin Petra Zieger, dem Klinikchef Axel Ekkernkamp oder dem Rechtsanwalt Burkhard Dregger entsendet die CDU vier Nicht-Parteipolitiker. Die z.T. heftige Kritik an der Entsendung von „Parteisoldaten“ finde ich für überzogen. Funktionsträger in Parteien sind in der Regel Menschen, die einen guten Teil ihrer Freizeit für eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe opfern. Die Mitarbeit in Parteien ist eine Grundsäule unserer Demokratie. Ein Mindestmaß an Wissen und Erfahrung in der Organisation von Mehrheiten – unerlässlich in einer Demokratie – schadet nicht. Es kommt auf die Mischung an.

Mit Petra Zieger hat sich die CDU für einen Menschen entschieden, der so ziemlich das Gegenteil einer „Parteisoldatin“ darstellt. Als Mahlsdorfer Abgeordneter freut mich die Wahl einer Mahlsdorferin natürlich besonders. Ihre (Wahl-)Stimme wird am 30. Juni Gewicht haben. Es muss auch niemand fürchten, dass Frau Zieger irgendeinem „Fraktionszwang“ ausgesetzt ist. Ebenso wenig wie die anderen Vertreter. Wer Frau Zieger kennt, würde auch nie auf die Idee kommen, dass sie nicht ihrem Gewissen folgen würde. Bei der Frage, wer am 30. Juni in Schloss Bellevue einzieht, wird also auch Mahlsdorf ein Wörtchen mitzureden haben.