Vertrauensschutz für die Müggelseeregion

Am letzten Montag habe ich zum zweiten Mal auf der Kundgebung der Friedrichshagener Bürgerinitiative gegen die Flugrouten über den Müggelsee gesprochen. Gerne habe ich auch die Grußworte von Frank Henkel an die Friedrichshagener übermittelt. Kürzlich fanden auf Initiative von Frank Henkel Gespräche zwischen Vertretern der örtlichen Bürgerinitiative und dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium statt. Nun konnte ich auch von einem dringlichen Antrag der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus gegen die Route über den Müggelsee berichten.

Für die letzte Parlamentssitzung vor den Wahlen haben wir den Senat in seiner Eigenschaft als Miteigentümer des neuen Großflughafens BER und den Regierenden Bürgermeister in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft aufgefordert, sich für eine Entlastung der Müggelseeregion vom Fluglärm und eine Optimierung der Flugrouten im Südosten Berlins einzusetzen. Die von der Deutschen Flugsicherung (DFS) Anfang Juli 2011 präsentierten An- und Abflugrouten des neuen Großflughafens BER sehen bei Starts von der Nordbahn in östlicher Richtung Überflüge der Müggelseeregion in rund 1.000 Meter Höhe vor. Diese Planungen waren zu keinem Zeitpunkt Gegenstand der Diskussion. Die Anwohner konnten sich nicht darauf vorbereiten. Hier wurde der Vertrauensschutz gegenüber den Anwohnern gebrochen.

Der Antrag soll dem Ziel dienen, den Naherholungscharakter und die damit verbundene Attraktivität dieser Müggelseeregion zu erhalten. Zudem gilt es, große Wohngebiete wie das Allende-Viertel und die historischen Ortskerne von Köpenick und Friedrichshagen zu entlasten. Und schließlich soll ausgeschlossen werden, dass Teile des deutschlandweit größten zusammenhängenden Siedlungsgebietes von Karlshorst und Biesdorf bis Mahlsdorf und Dahlwitz betroffen sind.

Antrag Müggelseeroute