Neue Klinik für Altersmedizin

Mit einer neuen Akutgeriatrie im Umfeld des Standortes des UKB erhält Marzahn-Hellersdorf ein neues Versorgungsangebot, dass auf die speziellen Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist. Gesund und sicher bis ins hohe Alter – Marzahn-Hellersdorf ist dafür gut aufgestellt.

Unser Bezirk und insbesondere die Stadtteile Kaulsdorf und Mahlsdorf werden in den kommenden Jahren berlinweit den höchsten Zuwachs in der Altersgruppe ab 65-Jahre mit rund 80 Prozent verzeichnen. Bei der Altersgruppe der 80-Jährigen und Älteren wird sogar ein Wachstum von 120 Prozenz bis 2030 erwartet. Das ist eine schöne Entwicklung; wir werden gesund älter. Mit steigendem Lebensalter nehmen in der Regel aber auch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu.

Aus den besonderen Versorgungsbedarfen älterer Menschen ergibt sich die Notwendigkeit nach wohnortnahen Angeboten. Mit dem Krankenhausplan 2016 haben wir mit Blick auf das Prognosejahr 2020 insgesamt über 300 neue Betten im Bereich der Altersmedizin aufgenommen.

Grundlage für den regionalen wohnortnahen Planungsansatz im Bereich der Altersmedizin (Geriatrie) bildet die Einteilung Berlins in sechs planerische Versorgungsregionen.

In der Planungsregion Ost, die aus den Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg besteht, gibt es jetzt und in naher Zukunft einen Mehrbedarf an Krankenhausleistungen für Altersmedizin. Während der Anteil der über 65-jährigen in Berlin insgesamt bis 2020 voraussichtlich um ca. 6% steigen wird, ist in der Region Ost ein Anstieg von 15% zu erwarten. Darum werden von den berlinweit über 300 zusätzlichen Betten 124 hier in dieser Region aufgebaut.

Das medizinische Konzept einer Aktutgeriatrie nimmt sich den besonderen Bedürfnissen älterer Patienten an. Mit fortgeschrittenen Lebensalter leiden Menschen oftmals an mehreren Erkrankungen zugleich.

Daher geht es um eine ganzheitliche Betrachtung von älteren Menschen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse, Fähigkeiten, und ihrer persönlichen Lebensgeschichte sowie ihres sozialen Umfeldes.

Der planungsbegleitende Fachausschuss, der eine Empfehlung für die Verwaltung ausspricht, hatte beschlossen, neue geriatrische Fachkrankenhäuser nur dann in Betracht zu ziehen, wenn Sie konzeptionell nachweisen, wie sie ihre Nachteile gegenüber Krankenhäusern mit Fächervielfalt ausgleichen. Diesen Nachweis hat die neue Klinik erbracht. Das medizinische Konzept sieht eine enge Verknüpfung zum Unfallkrankenhaus Berlin vor, sodass gemeinsame Diagnosestellung erfolgen können und durch die klinikübergreifende Nutzung von medizinischen Großgeräten Investitionsmittel des Landes gespart werden können.

Für die Menschen in unserem Bezirk bedeutet diese Klinik eine zusätzliche Ergänzung des bereits jetzt sehr guten medizinischen Versorgungsangebotes. Diese wohnortnahe Angebotsstruktur trägt mit dazu bei, dass unser Bezirk beste Rahmenbedingungen für Jung und Alt vorhält.