Anwohnerversammlung auf dem Wilhelmplatz – Neues rund um den Bahnhof Kaulsdorf

Seit Ende 2013 ist der S-Bahnhof Kaulsdorf barrierefrei zugänglich. In diesem Zuge wurde auch die Buswendeschleife saniert. Für die Umsetzung beider Projekte haben wir uns gemeinsam mit vielen Kaulsdorfern erfolgreich eingesetzt. Es gibt aber immer noch viele Aufgaben: Was geschieht mit dem ehemaligen Kohlebahnhof? Wie geht es rund um das Krankenhaus Kaulsdorf weiter und wie steht es um die Franz-Carl-Achard-Schule? Gemeinsam mit dem Bezirksstadtrat für Wirtschaft & Stadtentwicklung, Christian Gräff, lud ich die Kaulsdorferinnen und Kaulsdorfer auf den Wilhelmplatz ein, um über aktuelle Entwicklungen im Umfeld des Bahnhofs zu informieren.

 

Die größten Vorhaben auf einen Blick:

Ehemaliger Kohlebahnhof

Das Grundstück, welches ehemals der Deutschen Bahn AG gehörte, hat mittlerweile den dritten Eigentümer. Der jetzige Eigentümer steht in intensiven Verhandlungen mit dem Bezirksamt.
Eine künftige Bebauung des früheren Kohlebahnhofs würde zu einer erheblichen Aufwertung des Umfeldes auf Seiten des Heinrich-Grüber-Platzes führen. Der Bebauungsplan sieht hierbei eine 3-4 geschossige Bebauung in „U“-Form vor. Dabei wurde dem Wunsch vieler Kaulsdorfer Rechnung getragen, nicht nur Wohnbebauung, sondern auch eine (bessere) Einkaufsmöglichkeit im Erdgeschoss des Komplexes zu ermöglichen. Gespräche zwischen dem Eigentümer und einem örtlich-bekannten Einzelhändler laufen bereits.
Mir war es in der Vergangenheit besonders wichtig, dass eine Verlängerung der barrierefreien Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Kaulsdorf in Richtung Süden möglich bleibt. Ich bin der Überzeugung, dass eine Realisierung dieser Verlängerung nur im Zuge der Entwicklung des Areals des ehemaligen Güterbahnhofs passieren wird. Dies wird auch von den Verhandlungsführern auf Seiten des Bezirksamtes gefordert.
Auch künftig möchte ich Sie über den aktuellen Stand und die Planungen für das Areal informieren.

Franz-Carl-Achard-Grundschule

Nach dem Hin-und-Her in den vergangenen Monaten bei dem einige Verantwortliche sogar einen Abriss und Neubau des Schulgebäudes für sinnvoll erachteten, steht die angekündigte Eröffnung für das kommenden Montag startende Schuljahr erneut vor Schwierigkeiten. Beim geplanten Umzug aus den temporären Unterrichtsräumen der Marcana-Schule in die alten-neuen Räume kam es, wie mir leider berichtet wurde, zu Verzögerungen. Am Freitag und am Wochenende muss noch viel gearbeitet werden, um am Montag starten zu können.
Es gibt aber auch gute Nachrichten. Für das angrenzende und bisher unbebaute Grundstück erfolgte der Auftrag vom Schulamt, den Bebauungsplan zu ändern. Somit ist es dort künftig möglich sowohl Sport-, als auch Unterrichtmöglichkeiten zu schaffen. Ein künftiges Bauvorhaben unterliegt dabei dem Denkmalschutz und ist mit dem Landesdenkmalamt abzustimmen. Eine wichtige Bedingung, um das Ortsbild zu erhalten.

Vivantes Krankenhaus & Umfeld

Seit 2011 wurden 35 Millionen Euro in den Standort investiert. 15 Millionen Euro investierte das Unternehmen selber und 20 Millionen Euro kamen aus der Senatsverwaltung für Gesundheit. Vivantes plant aktuell einen weiteren Schritt in Richtung einer besseren medizinischen Versorgung in Kaulsdorf. Dabei geht es um die Schaffung einer Poliklinik, ähnlich wie am UKB. Eine Bedingung für die Baugenehmigung hat das Bezirksamt dabei gestellt: Es muss auch ein Parkhaus mitgebaut werden. Das ist besonders wichtig, um mit der guten Entwicklung und den zunehmenden Kapazitäten des Krankenhauses Schritt zu halten, ohne die Anwohner durch mangelnden Parkraum zu belasten.
Die momentan leerstehende Gewerbeeinheit einschließlich der Brachfläche am Vivantes Krankenhaus ist zur Wohnbebauung freigegeben und hat bereits einen neuen Eigentümer. Der Altbau mit bereits bestehenden Wohneinheiten soll erhalten bleiben. Der Investor plant eine Realisierung weiterer Wohneinheiten im kommenden Jahr.

Straßen und Wege

Der Etat für Straßensanierung im Bezirk liegt aktuell nur bei 2 Millionen Euro. Das ist bei 600 km Straßen viel zu wenig. Anfang der Legislaturperiode hatten wir im Bezirk noch 15 km unbefestigte Straßen im Siedlungsgebiet. Hinzu kamen die unerwarteten, aber zwingend notwendigen Schulsanierungsmaßnahmen Anfang 2013. (Mehr dazu finden Sie hier) Es blieb dadurch kein Geld für die dringend nötigen Straßen- und Gehwegsanierungen über. Bis zum Ende dieses Jahres wird aber jede Straße zumindest eine provisorische Fahrbahndecke erhalten.
Für die kommende Legislaturperiode stehen die Anlegung von neuen Geh- und Radwegen sowie offene Straßensanierungen ganz oben auf meiner Agenda. (Mehr dazu finden Sie hier)
Die Einrichtung eines Fußgängerüberweges im Mädewalder Weg ist auf den Weg gebracht, um die Überquerung der Straße zu erleichtern. Die Fertigstellung wird kurz nach Schulbeginn sein.