Modell der neuen Mahlsdorfer Oberschule in Frankfurt/Main besucht

Im Juli letzten Jahres war der Spatenstich zur Erschließung des Grundstücks für den Bau der Oberschule in der Straße „An der Schule“. Seit 2014 ist die Finanzierung in Höhe von 31 Mio. € sichergestellt. Dank des gemeinsamen Engagements mit vielen Elternvertretern unserer Grundschulen wurde das Vorhaben 2016 vom Bezirk als Modellvorhaben zur Beschleunigung des Schulbaus bei der Senatsverwaltung für Bildung angemeldet. Nun ging es mit großen Schritten voran.

Jeder Bezirk konnte ein Schulbauvorhaben für ein neues Schnellbauverfahren benennen. Marzahn-Hellersdorf hat hierfür den Oberschulstandort benannt (Unsere Oberschule kommt – das sind die weiteren Schritte). Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wurde vom Bezirk um Amtshilfe gebeten. Der Bezirk hat ein entsprechendes Raumbedarfsprogramm erarbeitet, auf dessen Grundlage die Planungen für den Standort begonnen haben. Um eine Eröffnung zum Schuljahresbeginn 2019/20 möglich zu machen, wird die Schule in einer Schnellbauweise errichtet. Referenzprojekt ist dabei die Europäische Schule in Frankfurt am Main.

Ich habe zusammen mit der bildungspolitischen Sprecherin unseres Ortsverbandes, Katharina Günther-Wünsch jeweils einen Sprecher der Elternvertreter von den Grundschulen aus Kaulsdorf und Mahlsdorf und den Vorsitzenden der Bezirkselternvertretung, Herrn Heise, zur Besichtigung der Referenzschule in Frankfurt am Main eingeladen. So fuhren wir heute Morgen um 5.53 Uhr am Ostbahnhof mit dem ICE-Sprinter nach Frankfurt/Main.  Auch der Leiter des Schul- und Sportamtes Michael Moll und seine Stellvertreterin Frau Steinhuber haben sich mit uns dankenswerterweise auf die Reise gemacht.

Durch die Nutzung der Planungen und Erfahrungen aus dem Referenzprojekt können insbesondere bauvorbereitende Schritte wesentlich verkürzt werden. Der Bau der Schule wird an einen Generalunternehmer übergeben. Das reduziert weitere Verfahrensschritte. Die Vorgabe der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für den Generalplaner ist die Errichtung einer Schule in Holzbaumodulbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad in der Fabrik und möglichst witterungsunabhängigen Montagemöglichkeiten auf der Baustelle. Nach Beauftragung des Generalplaners erfolgt im Zeitraum bis Dezember 2017 die Planung bis zur Erstellung der Leistungsbeschreibung mit Leistungsprogramm als Grundlage für das Vergabeverfahren der Bauleistung. Das Vergabeverfahren soll im Dezember 2017 in die Wege geleitet werden und wird ca. 5 Monate in Anspruch nehmen. Der Baubeginn wird für Mai 2018 angestrebt.

Der Besuch hat uns gezeigt, Schulneubau ist in kürzester Zeit möglich. Die Schule der Europäischen Zentralbank ist inkl. aller Planungen und Vorbereitungen in binnen eines Jahres realisiert worden. Wichtig ist ein Konsens aller Entscheidungsträger. Saubere Planung und stringente Prozessbegleitung. Der Baustoff Holz hat sich grundsätzlich als sehr geeignet für die Nutzer gezeigt und wird jetzt für weitere Schulbauten genutzt. Gelernt haben wir, dass der Brandschutz sogar besser ist, als bei Stahlbauten. Wichtig ist jedoch Nachtauskühlung, Lüftung und die sonnenseitige Verschattungsanlagen zu beachten.

Wohl behalten und mit vielen guten Ideen sind wir um 21.05 Uhr wieder in Berlin angekommen.

Zu dem Modellvorhaben gibt es eine gute Reportage der Firma Kaufmann Bausysteme GmbH. Diese gibt einen guten Einblick in die Maßnahme: