***Aktualisiert am 07.06.2019***Grundsätze des Schulkonzeptes***Personalkörper***

***Informationen zur Auslagerung der Mozartschule finden Sie hier***

„Mahlsdorf und Kaulsdorf brauchen schon lange eine eigene Oberschule. Mit unserer Regierungsbeteiligung haben wir dem Vorhaben endlich Leben eingehaucht. Die Zahl der Schüler steigt jeden Tag. Die Oberschule muss deshalb so schnell wie irgend möglich gebaut werden.“Mario Czaja


Der letzte Oberschule in Mahlsdorf und Kaulsdorf war die Oberschule am Elsengrund. Sie wurde zum Ende des Schuljahres 2008/2009 vom Bezirk aufgegeben. Spätestens nach der sechsten Klasse müssen die Schülerinnen und Schüler aus Kaulsdorf und Mahlsdorf seitdem lange Wege in Kauf nehmen; entweder nach Hellersdorf oder Marzahn oder sogar in andere Bezirke wie Treptow-Köpenick.

Der damalige Berliner Senat aus SPD und Linke war der Auffassung, dass die Bedarfe in den bestehenden Schulen gedeckt werden können und sah keinen bedarf für eine weitere Oberschule.

Die wachsenden Schülerzahlen an den Mahlsdorfer und Kaulsdorfer Grundschulen sowie die mir gegenüber geäußerten Anfragen vieler Eltern sprachen allerdings immer eine andere Sprache: Daher stritt ich seit vielen Jahren für einen wohnortnahen Oberschulstandort in Kaulsdorf und Mahlsdorf.


Durch die erfolgreiche Unterschriftensammlung zur Schaffung eines Oberschulstandortes Kaulsdorf-Mahlsdorf, die ich mit den Elternvertretern der Kiekemal-Grundschule und der Mahlsdorfer Grundschule zusammen durchgeführt habe, ist es uns gelungen, einen konstruktiven Druck auf die Verantwortlichen für den Schulbau auszuüben.

Als wir wieder in politische Verantwortung im Jahr 2011 kamen, wurde die Errichtung eines Oberschulstandortes in Kaulsdorf-Mahlsdorf daher auch in die Zählgemeinschaftsvereinbarung von SPD und CDU zur Bildung des Bezirksamtes aufgenommen.

Zunächst wurde der Standort Elsenstraße geprüft. Dabei zeigte sich, dass das dortige Gebäude für die weitere Nutzung als Oberschule nicht geeignet ist. Der Standort selbst soll allerdings aufgrund der steigenden Schülerzahlen weiterhin als Grundschulstandort vorgehalten werden. Alles dazu können Sie auf meinem Blog vom 29.05.2017 oder in der aktuellen Schulentwicklungsplanung 2017-2021 nachlesen.

Neben dem Standort Elsenstraße wurde die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe geprüft. Dafür wurden die beiden in Frage kommenden Grundschulen, die Friedrich-Schiller-Schule und die Kiekemal-Schule, um eine Stellungnahme gebeten. Dieses Gemeinschaftsschulkonzept wurde jedoch von den beiden Schulkonferenzen, mit übergroßer Mehrheit abgelehnt.

Grundstcuk

Wie alles einmal begann …

Gemeinsam mit dem damaligen Bezirksbürgermeister und Schulstadtrat, Stefan Komoß, haben wir uns daher in den Folgejahren für eine Aktivierung der bereits vorhandenen Schulvorhaltefläche in der Straße “An der Schule” in unmittelbarer Nähe zur Friedrich-Schiller-Grundschule eingesetzt.

Der Standort in der Straße “An der Schule” wurde in die Schulentwicklungsplanung aufgenommen.

Die Finanzierung wurde gesichert

Nach Gesprächen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie mit der Senatsverwaltung für Finanzen ist es im Jahre 2013 gelungen, den Senat davon zu überzeugen, die für einen Schulneubau notwendigen Mittel bereitzustellen. Sie wurden in die Investitionsplanung des Bezirks aufgenommen und wurden Bestandteil der Finanzplanung des Landes. Für den Schulergänzungsbau mit Sporthalle und Außensportanlage wurden Investitionsmittel von rund 31 Mio. € vorgesehen.

Die Fertigstellung sollte jedoch 8 Jahre dauern, viel zu lang, fanden nicht nur wir

„Für uns ist einzig entscheidend, dass man sofort mit dem Bau beginnt und alle in Frage kommenden rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten ausschöpft, um die Fertigstellung zum Schuljahr 2019/2020 zu erreichen.“Kathrin Ruttloff, Initiatorin der Petition auf change.org

Im Regelfall dauert der Bau einer neuen Schule in Berlin 7-8 Jahre. Grund dafür sind langwierige Ausschreibungen und individuell ausgestaltende Wettbewerbe. Zunächst war daher für 2016 ein Modularer Ergänzungsbau (MEB) an diesem Standort vorgesehen, um mit einer 7. Jahrgangsstufe zu beginnen, die Idee wurde aber aus unterschiedlichen Gründen schnell verworfen.

Kathrin Ruttloff startete als Mutter mit Beteiligungen der Mahlsdorfer von einigen schulpflichtigen Kindern eine Petition zur Beschleunigung des Vorhabens. Schnell kamen mehr als 1000 Unterschriften zusammen. Noch in meiner Regierungszeit konnte dann erreicht werden, dass die Schule ins Schnellbauprogramm kam.

Inhalt dieses Programms ist es unter anderem, durch die Vergabe an einen Generalunternehmer die Maßnahme zu beschleunigen und durch ein verkürztes Verfahren in den Beteiligungsgremien wichtige Zeit zu sparen. Einen aktuellen Sachstand dazu finden Sie hier.


In der Sitzung des Bezirksschulbeirates Marzahn-Hellersdorf am 04. Oktober 2017 wurden die Planungen für das Schul-Neubauvorhaben vorgestellt und für gut befunden. Den Bericht können Sie hier nachlesen.

Das Frankfurter Architektenbüro NKBAK plant den Bau in Holzbauweise. Architekt ist Andreas Krawczyk. Das Büro entwarf solche Modularbauten bereits für eine Integrierte Sekundarschule in Frankfurt Riedberg und einen Anbau der Europäischen Schule Frankfurt am Main, die in den Jahren 2016 und 2015 fertiggestellt wurden.

Die Schule wird wie ein „Lego-Haus“ aus Einzelmodulen in Holzbauweise zusammengesetzt und die Fassade wird mit Aluminium verkleidet.

Der Neubau der Integrierten Sekundarschule mit Sporthalle (auch nutzbar für Sportvereine) und Außenanlagen entsteht auf der Fläche gegenüber des Edeka Marktes in der Straße „An der Schule 41-59″ und wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Amtshilfe für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf errichtet. Der Schulneubau wird Platz für 550 Schülerinnen und Schüler bieten und über eine vierzügige Sekundarstufe I (7.-10.Klasse) sowie eine zweizügige Sekundarstufe II (11.-13.Klasse) verfügen. Die Gesamtkosten für den Neubau der Gebäude und Außenanlagen betragen rund 34,8 Mio. Euro.

Das Aussehen: Die Fassade des dreigeschossigen Gebäudes wird laut Aussage des Bezirksschulbeirates hauptsächlich aus bodentiefen Fenstern bestehen, die alle Räume gut mit Licht ausstatten. Beim Lüften sorgt eine ebenfalls aus Glas bestehende Absturzsicherung für die notwendige Sicherheit. Die restliche Fassade wird mit Aluminium verkleidet sein. Auf dem geplanten Gründach ist es möglich, Solarfelder nachzurüsten.

Der Klassenraum: Die Klassen- und Fachräume erhalten eine Raumgröße von 69 Quadratmeter. Die Fenster öffnen bei einem entsprechend hohen CO2-Anteil automatisch. Die an der Decke verbaute Heizung sorgt auch im Sommer für zusätzliche Kühlung. Zudem sind in einigen Gebäudeteilen die Flure sehr breit. Hier finden sich kleine Sitznischen als Rückzugs- und Arbeitsbereiche. Der Bezirksschulbeirat empfiehlt in seinem Fazit in der weiteren Planung, ein Konzept für den Ganztagsbetrieb zu berücksichtigen.

Die Mensa: Sie soll 550 Quadratmeter groß werden, inklusive einer kleinen Bühne. Auch die Küche wird sich im Erdgeschoss befinden. Die WC-Module werden mit vorhandener Keramik (Toilette, Waschbecken, Fliesen etc.) ausgestattet sein.

Die Sporthalle: Sie ist in drei Abschnitte teilbar. Der Zugang für die Schüler wird laut Bezirksschulbeirat über den Schulhof erfolgen. Es wird einen separaten Eingang für die Vereine, die die Halle außerhalb der Schulzeit nutzen können, geben. Eine oberhalb liegende Glasfront – nach Norden ausgerichtet, lässt viel Licht und Luft in die Halle.

Außengelände: Es werden Sportflächen (Spielfeld, Laufbahn, Weitsprunganlage, Gymnastikwiese) und ein Schulgarten realisiert. Des Weiteren wird der Pausenhof mit sportlichen Bewegungsangeboten ausgestattet (Tischtennis, Kletterparcour, Kleinspielfeld).

Zu dem Modellvorhaben gibt es eine Reportage der Firma Kaufmann Bausysteme GmbH. Diese gibt einen guten Einblick in die Maßnahme:


Erschließung

Der Spatenstich anlässlich der Erschließungsmaßnahmen fand am 21. Juli 2016 statt. Die Schule wird vom Süden her von der B1/5 erschlossen. Dafür ist eine öffentliche Straße vorgesehen. Bis diese gebaut wird, kann der Bezirk die bereits vorhandene Straße zur Erschließung des Edeka-Marktes sowie der dahinterliegenden Wohnbebauung nutzen (siehe auch Verkehrslösung Mahlsdorf des Senats).

Eine Durchbindung der Straße An der Schule wird es mit mir nicht geben. Sie würde als Umgehung für die Kreuzung Hönower Straße Ecke B1/5 genutzt und damit viel Verkehr in das Wohngebiet ziehen.

In der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf vom 19.10.2017 hat der zuständige Bezirksstadtrat Johannes Martin auf die Bürgeranfrage zur Erschließung der Gehwege und zu den geplanten Baumfällungen geantwortet. Diese Antwort (Audio-Mitschnitt) finden Sie hier.

Hier eine kleine Übersicht zum Standort:


Grundsteinlegung am 27.08.2018

Am 27.08.2018 besuchte ich um 11:00 Uhr die feierliche Grundsteinlegung für unseren Oberschulneubau in Mahlsdorf. Mit dabei waren ebenso die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher,  die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie,  Sandra Scheeres, der Senator für Finanzen, Dr. Matthias Kollatz sowie Dagmar Pohle, als Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf.

Eine kleine Bilderserie von der Grundsteinlegung können Sie hier einsehen:

Eine Presseerklärung des Senats können Sie hier einsehen:


Im Jahr 2017 und im Jahr 2018 habe ich schriftliche Anfragen an den Senat gerichtet und nach dem aktuellen Baufortschritt gefragt. Hier geht es zu den Anfragen:

Januar 2017 – Schriftlichen Anfrage – DS 18/10327

März 2017 – Schriftliche Anfrage Drucksache 18 / 11599

März 2018 – Schriftliche Anfrage Drucksache 18 / 13853

September 2018 – Schriftliche Anfrage Drucksache 18/16581

Aus den Antworten geht hervor, dass die Vorbereitungen für den ersten Schulneubau unserer neuen Oberschule (Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe) in der Straße „An der Schule“ gut vorangehen.

Die Leistungsphasen 2 – 4 (Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung) sind vollständig und die Leistungsphasen 5 – 8 (Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe, Mitwirkung bei der Vergabe) sind anteilig abgeschlossen. Die Freigabe der Erweiterten Vorplanungsunterlage (EVU) erfolgte am 10.04.2018, die bauaufsichtliche Zustimmung gemäß § 77 Bauordnung Berlin am 06.06.2018. Alle für die Bauausführung derzeit benötigten Leistungen sind beauftragt.

„Die derzeitige Terminplanung sieht eine Übergabe zum Schuljahr 2019/2020 vor“.

Der Senat hat die nächsten Verfahrensschritte festgelegt:

  • Bauphase: laufend seit Mai 2018 – August 2019
  • Fertigstellung Hochbau: März 2019
  • Fertigstellung Fachtechnik: März 2019
  • Inbetriebnahme und Übergabe: 28. KW (08. Juli – 12. Juli 2019)
Entwicklung der Fläche Straße „An der Schule 41-59″ von Beginn an bis jetzt als Zeitraffer:

Die neue Integrierte Sekundarschule (ISS) Mahlsdorf wird nach Entscheidung des bezirklichen Schulträgers (vom 02.10.2018) mit fünf Klassen im 7. Jahrgang und drei Klassen im 8. Jahrgang ihre Arbeit zum Schuljahr 2019/2020 aufnehmen. Die Schule wird eine gymnasialer Oberstufe bekommen. Das heißt, Ihr Kind kann dort auch das Abitur abschließen. Das Bezirksamt hat in seiner Sitzung vom 25.09.2018 die Gründung beschlossen. Hier finden Sie die Vorlage des Bezirksamtes.

Wie viele Plätze bietet die Schule? 

Die Schule bietet Platz für 550 Schülerinnen und Schüler. Im Schuljahr 2019/20 werden zunächst fünf 7. Klassen und drei 8. Klassen eingerichtet. In den Folgejahren wird es in der Sekundarstufe I je 4 Klassen pro neuer Jahrgangsstufe geben. Die gymnasiale Oberstufe wird zweizügig (2 Klassen pro Jahrgangsstufe) sein. 

Wann wird die Auswahl der Schulleiterin / des Schulleiters erfolgen? 

Als beauftrage Schulleitung wird die ehemalige Leiterin der Georg-Klingenberg-Oberschule Sybille Fricke fungieren. Die Stelle einer/s Schulleiterin/Schulleiters der neuen ISS Mahlsdorf steht gemäß der Haushaltsplanung offiziell erst ab 1.1.2020 zur Verfügung.

Wie und wann erfolgt die Personalauswahl für die neue Oberschule?

Aktuell sind 16 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt bzw. umgesetzt. Darunter gibt es drei Quereinsteigerinnen/ Quereinsteiger.

Für Mathematik, Physik und Chemie gibt es derzeit eine Lehrkraft. Hier dauert die Gewinnung von Lehrkräften noch an.

Eine Schulsekretärin wurde eingestellt. Eine Anteilige Verwaltungsleitung wird es erst ab 01.01.2020 geben.

Wie wird das inhaltliche Konzept der Oberschule aussehen?

Die Schule startet mit einem gebundenen Ganztagsbetrieb, einem 40-Minuten-Modell und
Unterrichtsblöcken zu je 80 Minuten.

Die Konzeption enthält jahrgangsübergreifendes Lernen in festen Klassen, fächerübergreifenden Unterricht in Lernbereichen (Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Künste), Forschendes Lernen, Trainieren von geistigen Fähigkeiten wie Rechnen, Lesen, Schreiben während des Morgenkreises (Fördern/Fordern).

Zu Grunde lagen Konzepte einer bestehenden ISS ohne Oberstufe, einer ISS mit gymnasialer Oberstufe, einer Gemeinschaftsschule sowie einer Schule in privater Trägerschaft.

Welche pädagogischen Konzepte wird es geben?

Laut Aussage der Bildungsverwaltung werden folgende Konzepte verfolgt: Kooperative Lernformen, Selbstorganisiertes Lernen (SOL) und die Entwicklung von tragfähigen Beziehungen aller am Schulleben Beteiligten.

Die Oberschule soll binnendifferenziert arbeiten.

Welche Arbeitsgemeinschaften sind geplant?

Arbeitsgemeinschaften sollen durch externe Anbieter realisiert werden. Dazu zählen z.B. Töpfern, Chor und Fußball.