Erste Schritte für den Porta-Möbelfachmarkt

In den vergangenen Jahren erwarb die westfälische Unternehmensgruppe Porta ein Vorhabengrundstück von ca. zehn Hektar an der Bundesstraße 1 in Mahlsdorf.

Seitdem wird das Unternehmen durch das Bezirksamt bei der Planung eines Möbelfachmarktstandortes auf dem Gelände begleitet. Inzwischen ist mit dem berlinweiten „Fachmarktkonzept“ die Grundlage für einen Bau an der Stelle geschaffen worden und das Bezirksamt hat einen Bebauungsplan für die Fläche eingeleitet.

Am 14. Oktober 2013 lud ich zu einer Informationsveranstaltung in die Mahlsdorfer Kiekemal-Grundschule, um frühzeitig über das Bauprojekt zu informieren und direkten Anwohnern die Gelegenheit zu geben, den anwesenden Planern ihre Fragen zu stellen. Auf dem Podium saßen der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Christian Gräff, und Ilja A. Keller als Mitglied der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Porta sowie beauftragte Architekten und Verkehrsplaner des Unternehmens.

Das Investitionsvolumen beträgt etwa 60 Mio. €, der Baubeginn ist im günstigsten Fall ab Sommer 2015 geplant. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen des vorzeitigen Bebauungsplans beginnt voraussichtlich im Januar 2014 und stellt eine der ersten Stufen bis zur Bewilligung dar. Voraussetzung für die Gültigkeit des Bebauungsplans ist dann wie immer ein Beschluss im Bezirksamt und in der Bezirksverordnetenversammlung.

Etwa hundert interessierte Personen sind meiner Einladung gefolgt. Der kurzen Einleitung schloss sich die rege Fragerunde an. Die wichtigsten Antworten möchte ich an dieser Stelle zusammenfassen, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass viele Punkte vom Ergebnis des Bebauungsplanverfahrens abhängig und daher nur als derzeitiger Sachstand zu betrachten sind.

Standort: Geplant sind drei Gebäudekomplexe – der mit 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche größte Markt präsentiert Produkte der Marke „porta!“, zusätzlich entstehen ein „SB-MÖBEL BOSS“-Markt mit 4.000 Quadratmetern und ein „ASCO“-Markt mit 5.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Das Grundstück umfasst neben den Gebäuden weitläufige, gestaltete Grünstreifen und Parkplätze.

Porta plant neben der geräumigen Verkaufsfläche auch ein Restaurant mit moderaten Preisen und einen Kinderpark. Die Unternehmensgruppe hofft auf ein überregionales Geschäft, denn bisher gehören alle Möbelmärkte in Berlin zu einem einzigen Unternehmen. Porta versucht nun, diese Monopolstellung aufzubrechen und dadurch zu einem günstigeren Preisgefüge beizutragen.

Arbeitsplätze: Insgesamt werden ca. 300 neue Arbeitsplätze entstehen, zuzüglich einer bedeutenden Anzahl von Ausbildungsplätzen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Vollzeitstellen im Dienstleistungssektor, wobei auch einige Halbzeitstellen geschaffen werden sollen. Zusätzliche Arbeitsplätze entstehen durch die Bauarbeiten, da örtliche Unternehmer bei der Auftragsvergabe bevorzugt werden sollen.

Verkehr: Das Grundstück soll komplett – d. h. bei Zulieferung und Publikumsverkehr – über die Bundesstraße 1 erschlossen werden. Ein etwa 50 Meter breiter Grünstreifen trennt die Pilgramer Straße vom Porta-Gelände, die Distanz zur angrenzenden Nordholz GmbH beträgt ca. 80-100 Meter. Die Zufahrt soll im Kreuzungsbereich durch eine den Verkehrsverhältnissen angepasste Ampelanlage geregelt werden.

Lärmemission: Es ist keine Nachtanlieferung geplant, Lieferzeiten sind zwischen 8 und 10 Uhr vorgesehen, ab 10 Uhr werden die Märkte für das Publikum geöffnet. Man rechnet mit 1200 bis 1400 Kunden am Tag. Grundsätzlich ist die Ausrichtung des Geländes so konzipiert, dass die Lärmemission nicht ins Wohngebiet strahlt, sondern in Richtung der brandenburgischen Äcker. Die umliegenden Äcker befinden sich in privatem Besitz und sind weiterhin als gestaltete Grünflächen oder Ackerfläche vorgesehen, nicht jedoch als Bauland.

Sicherheit: Anwohner gaben an, dass sich Straße, Fußweg und Straßenbeleuchtung der Pilgramer Straße in schlechtem Zustand befänden und äußerten den Wunsch, man möge diese Probleme im Zuge der umfangreichen Bauarbeiten berücksichtigen. Eine fest installierte Schranke, die nachts geschlossen ist, wird den Parkplatz sperren, so dass man ihn außerhalb der Öffnungszeiten nicht befahren kann. Außerdem wird der Gebäudekomplex durch einen patrouillierenden Sicherheitsdienst bewacht.

Von Seiten des Porta-Managements wurde mir versichert, dass die während der Veranstaltung geäußerten Ideen und Vorschläge gesammelt und berücksichtigt werden. Das Thema Verkehr schien mir eines der wichtigsten Bürgeranliegen zu sein, gern halte ich Sie an dieser Stelle dazu auf dem Laufenden. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und die rege Beteiligung!