Zwischenstand Sanierung Pilgramer Straße

Viele Nachbarn aus dem Umfeld der Pilgramer Straße haben mich in den letzten Wochen zur Fortführung der Sanierungsmaßnahmen „Pilgramer Straße“ angesprochen. Ein neuer Zwischenstand liegt mir nun aus dem Bezirksamt vor.

Für einen besseren Überblick, hier meine Blog-Gliederung zu diesem Thema:

  1. Ausgangssituation vor Ort
  2. Vorläufiges Bau- und Verkehrskonzept aus dem Jahre 2017
  3. Start der Sanierung ab November 2018 möglich
  4. Finanzierung von weiteren Maßnahmen gesichert
  5. Verkehrsberuhigung „Tempo 30“ und eine bessere Ampelschaltung
  6. Weiterführende Informationen zum Wohngebiet

1.) Ausgangssituation vor Ort

Die Sanierung der Pilgramer Straße und der Ausbau der Gehwege zwischen der Bundestraße 1 und der Rahnsdorfer Straße sind seit längerem geplant. Beidseitig sind in den letzten Jahren zahlreiche neue Mahlsdorfer Familien hingezogen. So entstanden rund um die Pilgramer Straße mit ca. 500 Wohneinheiten unter anderem die Siedlung „Am Theodorpark“.

Zudem wurden mit der Baumaßnahme von Porta einige Ausgleichsmaßnahmen verbunden, die durch Porta finanziert werden.

Derzeitig verfügt die Pilgramer Straße über keinen durchgängigen Gehweg und Fahrradstreifen, keine Regenentwässerungsleitungen sowie keine durchgängige Beleuchtung. Die Buslinie 398 ist für die Bewohner die einzige öffentliche Verkehrsanbindung zu den Wohngebieten. Die Straße ist zudem in einem sehr schlechten baulichen Zustand.

Neben vielen Wohnungen und dem neuen Porta entsteht zudem an der Straße eine neue Kita vom Träger „Volkssolidarität“ in der Nummer 309/315. Die Eröffnung ist nun für 2019 vorgesehen.

Stand der Baumaßnahme Kita Pilgramer Straße (11.09.2018)


2.) Vorläufiges Bau- und Verkehrskonzept aus dem Jahre 2017

Am 22.05.2017 wurde auf der letzten gemeinsamen Informationsveranstaltung durch den beauftragten Planer und Bauherr das Baukonzept und die dazugehörigen Bauphasen vorgestellt. Dort finden sich auch eine Aufschlüsselung der einzelnen Bauleistungen von Seiten des Straßen- und Grünflächenamtes des Bezirksamtes, der Berliner Wasserbetriebe, die Ausgleichsmaßnahmen, die direkt auf die Baumaßnahme von Porta zurückgingen und die der Stromanbieter. Hier geht es noch einmal zum damaligen Blog. Dort finden Sie auch die alten Baupläne zur Sanierung der Straße.


3.) Start der Sanierung ab November 2018 möglich 

Der ursprüngliche Baubeginn war für September 2017 avisiert. Zum Zeitpunkt der damaligen Informationsveranstaltung in der Kiekemal-Grundschule, so teilte uns der zuständige Bezirksstadtrat Johannes Martin mit, lief allerdings noch die entsprechende Ausschreibung. Darüber hinaus war noch nicht bekannt, wann der Bau der Kita der Volkssolidarität starten würde. Die ursprüngliche geplante Maßnahme hätte begrenzt durch die 2016 zur Verfügung gestellten Mittel eine Sanierung lediglich bis zur Höhe Straße 48 vorgesehen und damit hätte die Maßnahme kurz vor der Kita geendet und es wäre kein Gehweg und keine Beleuchtung vorhanden gewesen. Ein Zustand, der schon damals von vielen kritisiert wurde.

Warum wurde bislang nicht weiter gebaut?

Der Grund für die Verzögerung der Baumaßnahme waren die preislich überhöhten Angebote der Baufirmen im Rahmen der damaligen Ausschreibung. Aufgrund dieser zusätzlichen Kosten, konnte das Bezirksamt nicht mit dem Bau beginnen und musste hierzu weitere Gespräche mit den Berliner Wasserbetrieben für eine neue gemeinsame Ausschreibung aufnehmen. Grundsätzlich hätte die zuständige Fachabteilung im Bezirksamt mit der Sanierung beginnen können, aber dann wären bestimmte Bestandteile der vorgestellten geplanten Maßnahmen einkürzt bzw. komplett weggefallen.

Ein weiterer Grund war der dann in der Detailplanung befindliche Bau der neuen Kindertagesstätte. Unmittelbar nach der Versammlung im Jahr 2017 hat die Volkssolidarität ankündigt, zum Ende des Jahres 2017 mit ihrem Bau der Kita zu beginnen. Aufgrund dieser Entscheidung hat Stadtrat Johannes Martin damals entschieden, die Maßnahme nicht wie geplant durchzuführen, sondern zusätzliche Mittel für die Baumaßnahme zu beantragen. Dies bedeutete leider aber auch Verzögerungen im Bauablauf. Diese Entscheidung ist aber nun vorteilhaft, weil damit eine weitergehende Sanierung mit einem längeren Ausbau der Straße und ihrer Geh- und Radwege und zusätzliche Parktaschen für den Bring- und Abholverkehr in der Straße und damit auch eine Entlastung für die Anwohner erreicht werden konnte.


Aktualisierte Planskizze für den nördlichen Bereich der Pilgramer Straße können Sie hier einsehen:

Aktualisierte Planskizze für den südlichen Bereich der Pilgramer Straße können Sie hier einsehen:


4.) Finanzierung von weiteren Maßnahmen gesichert

Die neuen Finanzierungsmittel (Beschluss SIWANA-Lenkungsgremium und Hauptausschussbefassung), um die Baumaßnahme der Straße auch vor dem Kita-Standort zu ermöglichen, wurden am 24. Mai 2018 bewilligt.

Hier eine Übersicht:

  • ursprüngliche Anmeldung im Jahre 2015: 880.000 €
  • neu ab Mai 2018: 2,6 Mio. €

Laut Aussage des Bezirksamtes benötigten die Berliner Wasserbetriebe bis Juli 2018 zusätzliche Zeit, um ihre Planungen anzupassen und für die gemeinsame Ausschreibung alle Schritte vorzubereiten. Im Oktober 2018 erfolgte nun der Zuschlag für die Baufirma und die Maßnahme kann abhängig von der Witterung ggfs. im November 2018 beginnen.

Einen genaueren Baustart wird mir Herr Stadtrat Martin in den kommenden Tagen noch mitteilen. Ich werde dies dann im Blog ergänzen.

Ich freue mich sehr, dass nach dem Stillstand der Baumaßnahme nun diese Lösung durch den Stadtrat Johannes Martin gefunden und die zusätzliche Finanzierung für eine umfangreiche Sanierung der Straße mit allen Beteiligten gut abgestimmt und gesichert wurde.


5.) Verkehrsberuhigung „Tempo 30“ und eine bessere Ampelschaltung

Gern möchte ich Sie noch informieren, dass mein Kollege aus der CDU-Fraktion Marzahn-Hellersdorf, Matthias Kräning, im Nachgang der damaligen Anwohnerversammlung einen Antrag zur Verkehrsberuhigung und Verbesserung der Ampelschaltung auf der B1/B5  – gerade auch wegen den zusätzlichen Ampelanlagen bei Porta und Edeka – am 22.06.2017 in die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht hatte. 

Diese Drucksache wurde am 06.07.2017 im Ausschuss für Umwelt, Natur, Verkehr und Lokale Agenda beraten und mit 12 JA-Stimmen dem zugestimmt und in der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 13.07.2017 wie folgt beschlossen:

Die BVV möge beschließen

Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich an die Verkehrslenkung Berlin mit der Bitte zu wenden, für die Pilgramer Straße in Mahlsdorf von der Rahnsdorfer Straße bis zur B1 Alt-Mahlsdorf eine durchgängige Tempo 30-Zone einzurichten und sich für eine bessere Ampelschaltung auf der B1 Alt-Mahlsdorf einzusetzen.


Ein Hinweis noch am Ende: Die bisher in der Straße von den Berliner Wasserbetrieben begonnenen Arbeiten dienen den Anschlüssen der neugebauten Häuser und laufen ergänzend zur geplanten Straßenbaumaßnahme.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem oder anderen Themen in Mahlsdorf und Kaulsdorf, so steht Ihnen mein Team und ich gern unter Tel. 030 566 97 450 zur Verfügung. Sie können mir auch gern schreiben, am besten über das Kontaktformular


6.) Weiterführende Informationen zum Wohngebiet

Sachstand zur Baumaßnahme Pilgramer Straße und Hultschiner Damm/Rahnsdorfer Straße

Update – Weitere Baumaßnahmen an der Pilgramer Straße – Auswertung der Infoveranstaltung